Schloss Tutzing

 

 

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde auch die Hofmark Tutzing von schwedischen und kaiserlich-spanischen Truppen schwer heimgesucht. Das Schloss Tutzing ging in Flammen auf.

 

Im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts erfolgte unter der Regentschaft des Edelmannes Maximilian von Götzengrien der Wiederaufbau des Schlosses. Dem Haupttrakt des Schlosses wurde ein Erweiterungsbau nach Westen angegliedert.

 

Von 1731 bis 1869 gehörte Tutzing den Viereggs, einer aus Mecklenburg stammenden Grafenfamilie. Insbesondere Graf Friedrich von Vieregg verdankt das Tutzinger Schloss eine großzügige Umgestaltung, die in den Jahren 1802 bis 1816 erfolgte. Das alte Schloss erhielt Seitenflügel im Osten und im Westen, so dass der heutige charakteristische hufeisenförmige Bau im klassizistischen Stil entstand.

 

An die Ära der Viereggs schloss sich die Hallberger Zeit an. Schloss und Park Tutzing gingen in den Jahren von 1869 bis 1880 in den Besitz des Stuttgarter Verlegers Eduard von Hallberger über, der diesen Ort zu einem luxuriösen Treffpunkt der literarischen Welt und des Großbürgertums umgestaltete. Am Seeufer ließ er die Seeterrasse und die Säulenpergola anlegen.

 

In den vierziger Jahren gehörte Schloss Tutzing den Familien Kaselowsky und dem Backpulverfabrikanten Oetker aus Bielefeld. Sie überließen es ab 1947 der Inneren Mission als Erholungsheim für Kriegsheimkehrer. 1949 kaufte Landesbischof Hans Meiser das Anwesen für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern. Seither dient das traditionsreiche Tutzinger Schloss der Evangelischen Akademie Tutzing als Arbeitsstätte.
 

Organisation und Mitarbeiterstab

Die Akademie wird von einem Direktor geleitet. Mit ihm zusammen gestalten sieben Studienleiterinnen und Studienleiter die inhaltliche Tagungsarbeit zu den unterschiedlichen Themenkomplexen. Im Sekretariats- sowie im Haus- und Küchenbereich sind mehr als vierzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, die ebenfalls für den reibungslosen Ablauf der Tagungen verantwortlich zeichnen. Ein Kuratorium von Persönlichkeiten aus Politik und Kirche, Wirtschaft, Forschung und Publizistik steht dem Studienleiterteam beratend zur Seite und setzt sich für die Belange der Akademie ein. Insgesamt können von den Studienleitern und der Akademieleitung ca. 90 Tagungen pro Jahr organisiert und durchgeführt werden.
 

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