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Induktion

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Induktion

Induktion (Gegenteil: -->Deduktion) bedeutet, dass empirisch beobachtete Einzelfälle verallgemeinert werden. Beispiel: Ein Hersteller lässt die Absatzchancen eines neuen Produktes auf einem -->Testmarkt ermitteln. Die Einführung des Produktes auf dem Testmarkt wird ein voller Erfolg. Der Hersteller beschließt daher, das Produkt auf dem gesamten Inlandsmarkt einzuführen. Erkenntnisbereich ist in diesem Beispiel der gesamte Inlandsmarkt. Als repräsentative Stichprobe von dieser Grundgesamtheit wurde der Testmarkt ausgewählt. Vom besonderen oder einzelnen Fall (Testmarkt) wird also auf den allgemeinen oder gesamten Fall (Inlandsmarkt) geschlossen bzw. hochgerechnet. Auf induktivem Weg können keine allgemeingültigen Aussagen begründet werden. Der logische Nachweis für die Richtigkeit induktiver Schlüsse ist nicht möglich. »Bekanntlich berechtigen uns noch so viele Beobachtungen von weißen Schwänen nicht zu dem Schluss, dass alle Schwäne weiß sind« (Karl Popper). Da nur ein gewisser Grad an Sicherheit besteht, bezeichnet man den induktiven Schluss auch als Wahrscheinlichkeitsschluss. Testmarktergebnisse liefern also nur relativ genau Aufschluss darüber, was später im Gesamtmarkt geschehen wird. Die Wahrscheinlichkeit für den Erfolg eines neuen Produktes auf dem Gesamtmarkt beträgt im Durchschnitt etwa 80 bis 90%, wenn es sich auf dem Testmarkt bewährt hat. Mithilfe eines Testmarktes kann das Risiko von Fehlentscheidungen bei der Einführung neuer Produkte zwar stark gesenkt, aber nicht ausgeschlossen werden.
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