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Anzeigenformate und -formen

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Anzeigenformate und -formen

Ein nicht unbedeutendes Gestaltungselement stellt die Größe der Anzeige dar, denn Größe bewirkt Beachtung. Ungewöhnliche Werbeformate, z. B. in Form eines Kreises, erhöhen die Aufmerksamkeit. Neben den verschiedenen Anzeigenformaten (1/1 Seite, 1/2 Seite quer, 1/2 Seite hoch, 3/16 Seite hoch usw.) bieten die Zeitschriften und einige Zeitungen noch eine Reihe von Sonderformaten (z. B. L-förmige Anzeigen, Inselanzeigen mitten im Text usw.). Die meisten Zeitschriften bieten eine Vielzahl von Ad Specials an. Dies sind Anzeigenformen, die durch Sonderdruck oder spezielle buchbinderische Verarbeitung einen besonders hohen Aufmerksamkeitswert beim Leser erreichen: Anzeigen mit ausklappbaren Seiten, „geschlossene« Anzeigen, die der Leser mit Hilfe einer Perforation an den Rändern erst öffnet, Anzeigen mit Ausstanzungen, Spezialdrucke wie Gold-, Silber- oder andere Metallicfarben und Duftlacke, bei denen die Werbebotschaft multisensorisch übermittelt wird. Besonders vielfältige Möglichkeiten der Produktpräsentation bieten Anzeigen mit Beiklebern: Prospekte, Briefumschläge, Warenproben, Stoffmuster, Folien, akustische Module, Poster oder Holographien. Auch elektronische Datenträger (Disketten, CDs) können über Zeitschriften als Beilage oder Beikleber verbreitet werden. Eine im April 2005 vorgelegte Studie des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) zur Wirkung von Print-Sonderwerbeformen belegt, dass Waren- und Duftproben bei Zeitschriftenkäufern gut ankommen. Fast jeder Zweite empfindet sie als sympathisch. Gut ein Drittel mag CDs. In puncto Beachtung liegen Sonderwerbeformen vor normalen Printanzeigen. Während eine durchschnittliche ganzseitige Anzeige von 68,3% der Leser wahrgenommen wird, erreicht ein durchschnittliches AdSpecial 78,5%. Viele Zeitschriften bieten die Möglichkeit, Anzeigen innerhalb der Abonnentenauflage zu personalisieren. Zunehmende Bedeutung erlangen Ad Specials mit Response-Elementen, die dem Leser die Reaktion vereinfachen, wie aufgeklebte Postkarten oder Faxanzeigen, die mittels einer Perforation mühelos herausgetrennt und ausgefüllt zurückgefaxt werden können. Wiederholt beklagen sich Agenturen und Werbetreibende über die mangelnde Einheitlichkeit in der Terminologie und Zuordnung der verschiedenen Sonderwerbeformen bei Publikumszeitschriften. Die Uneinheitlichkeit der Verlage erschwert den Marktpartnern vor allem die erforderliche Transparenz über Angebot und Konditionen. Die Arbeitsgruppe AdSpecials beim VDZ (www.vdz.de) hat daher einen einheitlichen Standard verabschiedet, der die wichtigsten Sonderwerbeformen beinhaltet, definiert und strukturiert. PH