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Außenwerbung

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Außenwerbung

Umfasst die Werbung, die außen eingesetzt wird, also außerhalb geschlossener Räume, im öffentlichen Raum, und dort auf „Jedermann« einwirkt (Out-of-Home-Media). Die Außenwerbung wird eingeteilt in: 1. Plakatwerbeträger Allgemeinstellen: Auch als „Litfasssäule« bezeichnet; Säulen bzw. Tafeln, häufig auf öffentlichen Grundstücken, die dem Anschlag von Plakaten dienen. Auf der Allgemeinstelle können mehrere Werbetreibende in unterschiedlichen Formaten ihre Werbebotschaften präsentieren. Die gebräuchlichsten Plakatgrößen variieren jeweils zwischen hoch- oder querformatigen 1/1- und 4/1-Bogen; 1/1 entspricht DIN A1. Ganzsäulen: Säulen, häufig auf öffentlichen Grundstücken, die pro Nutzungsdekade ausschließlich von einem Werbung Treibenden belegt werden. Es sind unterschiedlichste Formate möglich; häufig werden drei 6/1-Bogen-Plakate eingesetzt, die eine gute Sichtbarkeit von allen Seiten gewährleisten. Die Standorte liegen an frequenzstarken Verkehrsknotenpunkten und in den Innenstädten. Der Trend bei der Ganzsäule geht in Richtung Beleuchtung. Im Unterschied zu Allgemeinstellen können Ganzsäulen auch einzeln oder in Gruppen gebucht werden. Großflächen: Tafeln auf privaten Grundstücken, die von einem Werbung Treibenden belegt werden und das Format 18 Bogen haben. Jede Großfläche kann einzeln gebucht werden. Immer häufiger sind Großflächen auch be- und hinterleuchtet und bieten damit eine Nutzungsdauer von 24 Stunden. City-Light-Poster: Das Format unterscheidet sich etwas vom 4/1- Bogen. In einem Stück gedruckt, werden die Plakate trocken in eine Klemmleiste eingehängt, nicht nass aufgeklebt. City-Light-Poster sind hinterleuchtet; dies erfordert spezielle Druckverfahren und besonderes Material. Superposter: Die größten Tafeln (40/1-Bogen) sind an stark frequentierten Standorten wie Hauswänden quer zum Verkehrsfluss angebracht. Sie sind meist durch zwei Leuchtarme von oben beleuchtet. Der Belegungszeitraum für ein Superposter mit 19,60 qm beträgt mindestens eine Dekade oder länger. Riesenposter: Bedruckte Kunststoffplanen oder Vinylnetze mit einer Größe bis zu 1.000 qm, die an Baugerüsten oder Fassaden angebracht werden. Die Lebensdauer der Riesenplakate beträgt einige Jahre. Mega-Lights: Verglaste und hinterleuchtete Großflächenvitrinen im 18/1-Format in 2,50 Meter Höhe (www.faw-ev.de; FAW Fachverband Außenwerbung). 2. Transportmedien (Verkehrsmittelwerbung) Werbung an und in öffentlichen Verkehrsmitteln aller Art: Straßenbahnen, Bussen, U- und S-Bahnen, Zügen der DB, aber auch an Güterwagen, Betriebsfahrzeugen (z. B. Post), Taxen, Lkw, sogenannten Trendflitzern (Pkw) und Schiffen. Transportmedien werden allein oder in Kombination mit Plakatkampagnen genutzt, um die Kommunikationskette zu verlängern und zu erweitern. Dabei können sie ebenso breit streuend wie „spitz“ definiert eingesetzt werden, je nach Fahrzeugart und Routenplanung. Die Palette an Werbeträgern erlaubt effiziente mobile Kampagnen auf lokaler und regionaler bis zu internationaler Ebene. Transportmedien erzielen hohe Aufmerksamkeitswerte, Reichweiten und Kontaktchancen. Diese Werbung spricht innerhalb kurzer Zeit große Teile der Bevölkerung an, häufige Mehrfachkontakte unterstützen die Werbewirkung. Pro Woche wird mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung von Transportmedien erreicht. Ein Mix verschiedener Fahrzeuge erzielt Reichweiten von bis zu 70% (FAW). 3. Sonderformen der Außenwerbung Infoscreen: An den Bahnsteigen wichtiger U-Bahn-Stationen in deutschen Großstädten bieten Fahrgastinformationssysteme im öffentlichen Personennahverkehr den Fahrgästen auf digital gesteuerten Bildschirmen ein unterhaltsames Programm mit aktuellen Nachrichten, Veranstaltungshinweisen, Wetterprognosen und Kurzfilm-Sequenzen. Zudem geben die Verkehrsbetriebe Hinweise zu Haltestellen und Umsteigemöglichkeiten. Train-INFOSCREEN bietet Informationen durch den Einsatz hochauflösender, computergesteuerter Flachbildschirme in U- und S-Bahnen. Werbliche Botschaften sind in ein attraktives Programm aus Unterhaltung und Information eingebettet. Auf die Tonübertragung wird verzichtet, um keine störende Wirkung hervorzurufen. Das Programm wird im 10-Minuten-Rhythmus wiederholt und besteht zu ca. 60% aus redaktionellen Beiträgen und zu 40% aus Werbung; es wird per Datenfernübertragung von der Zentrale eingespielt. Bandenwerbung: Neben der permanenten Bandenwerbung in Sportstadien gibt es Drehbandenwerbung. Lichtwerbung: Darunter wird die beleuchtete Werbung verstanden, wie etwa der Neonschriftzug eines Firmen- oder Produktnamens auf einem Hochhaus. Luftwerbung: Wird oft auf Heißluftballons und Zeppelinen betrieben. Die in Deutschland tätigen Unternehmen der Außenwerbung erzielten 2007 einen Umsatz von 820,37 Mio. EUR, was einem Plus von 4,2% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Großflächen sind mit etwa 354 Mio. EUR Umsatz bzw. 11% Plus gegenüber dem Vorjahr der wichtigste Werbeträger in der Außenwerbung. (FAW e. V., zitiert nach ZAW:Werbung in Deutschland 2008). RG