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Cookie

Ein Cookie erlaubt es einem Web-Server, auf der Festplatte des PC des Anwenders meist zeitlich limitiert – manche sind nur so lange aktiv, wie der Browser geöffnet ist, andere haben eine Lebensdauer von mehreren Tagen oder Wochen – Informationen in einer meist kleinen Datenbank zu hinterlegen. Dies hat den Vorteil, dass der Interessent/Kunde beim nächsten Besuch dieses Web-Servers erkannt wird, seine persönliche Voreinstellungen (z. B. E-Mail-Adresse, Name, Themenschwerpunkte, Auswahlen, Menüs, Kundendaten u. a.) vorhanden sind und nicht erst wieder eingegeben müssen. Dies spart zudem Online-Zeit und damit Kosten. Die Datenbank kann vom Benutzer des Computers oft ohne besondere Hilfsmittel nicht eingesehen oder verändert werden. In der Marketing-Praxis finden sich folgende Anwendungen (www.glossar.de): 1. Einkaufskörbe Beim Besuch des Web-Angebotes eines Warenhauses »blättert« der Interessent in einem umfangreichen Katalog. Auf einigen Seiten markiert er Artikel, die er gerne bestellen möchte. Bei jeder Markierung überträgt der Web-Server ein Cookie an den Browser und so »merkt« sich der Browser, welches Produkt bestellt werden soll. Am Schluss (evtl. auch erst einige Tage später) geht man auf die Bestellseite des Anbieters und der Browser überträgt nun seinerseits die Cookies wieder an den Web-Server, der dann die zu bestellenden Artikel auflistet. Der Kunde muss nun nur noch die Bestellung bestätigen, ohne jeden Artikel erneut eintragen zu müssen. 2. Persönlich zugeschnittene Web-Seiten Da der Web-Server durch die Cookies auf dem Rechner des Internet-Surfers Informationen speichern kann, besteht natürlich auch die Möglichkeit, Buch darüber zu führen, wie oft und wann der Surfer das letzte Mal den jeweiligen Web-Server besucht hat. Auch können persönliche Vorlieben – z. B. ob man in einer Online-Buchhandlung eher nach Fachbüchern zum Thema Computer oder nach Bildbänden sucht – erfasst und ausgewertet werden. Beim nächsten Besuch des Web-Servers wird der Kunde auf Neuerscheinungen in dem bevorzugten Bereich hingewiesen. Dies kann auch so weit gehen, dass die Startseite des Servers nach eigenen Wünschen gestaltet werden kann. 3. Benutzerkennung Viele Internet-Provider arbeiten mit »dynamischen -->IP-Adressen«. Das bedeutet, dass der Internet-Nutzer bei jeder Internet-Verbindung eine neue Identität erhält – allerdings eine anonyme: der Server weiß, an welche Adresse er die angeforderten Daten schicken soll, weiß aber nicht wirklich, welche Person sich hinter dieser IP-Adresse verbirgt. Mit Hilfe eines Cookies, das eine eindeutige »Benutzer-Kennung« enthält und mit einer langen Lebensdauer versehen ist, wird der Browser auch beim nächsten Besuch eindeutig identifiziert – obwohl er eine andere IP-Adresse erhalten hat. Häufig wird über die Sicherheitsrisiken bzw. Gefahren von Cookies diskutiert. Es lässt sich theoretisch ein sehr genaues Nutzerprofil einschließlich Surfgewohnheiten des Anwenders anlegen. Ergebnis wäre der sogenannte »gläserne Anwender«. Der Web-Server-Betreiber könnte, vom Anwender unbemerkt, ein Protokoll über dessen Interessen führen, das z. B. für gezielte Werbung benutzt werden kann. Der Anwender erhält irgendwann einmal eine persönlich zugeschnittene Werbe-E-Mail (Junk-Mails). Das Cookie kann die E-Mail-Adresse enthalten, wenn man sie bei einem Besuch dieses Web-Servers in ein Formular eingetragen hat. Von da an kann dieser Web-Server die E-Mail-Adresse bei jedem späteren Besuch dem Cookie entnehmen. Ohne Angabe des Anwenders zur E-Mail-Adresse können normalerweise nur folgende Informationen gewonnen werden: IP-Adresse, verwendeter Internet-Browser sowie Betriebssystem des Nutzers. Cookies machen das Sammeln von Informationen leichter. Ein Server kann mit Hilfe von Cookies weder den Namen des Nutzers noch seine E-Mail-Adresse herausfinden.
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